· 

Aktion "Seebrücke" aus dem Münsterland & Osnabrück, der Asylkreis Haltern, die Friedensfreunde sowie Einzelpersonen aus Drensteinfurt


Pressemitteilung an die Dülmener Zeitung: Sternfahrt zur Unterstützung der Aktion Seebrücke

Unter dem Motto: „Sicherer Hafen Münsterland! Brücken bauen! Hafen werden! Leben retten!“ organisiert die Aktion SEEBRÜCKE am kommenden Wochenende im gesamten Münsterland und im Raum Osnabrück eine große Fahrrad-Sternfahrt nach Münster. Dülmen ist einer der Knotenpunkte: Fahrradgruppen aus Haltern, aus Rosendahl und Coesfeld treffen am 5. Juni kurz vor 13 Uhr an der Hermann-Leeser-Schule am Charleville-Mezieres-Platz ein. Wie seine Amtskollegen in Coesfeld, Haltern, Lüdinghausen und Senden begrüßt auch Bürgermeister Carsten Hövekamp die Ankommenden und die Teilnehmenden aus Dülmen im Rahmen einer kleinen Kundgebung. Anschließend sprechen Vertreter von Friedensgruppen, Asylgruppen und geflüchtete Menschen, die in Dülmen Aufnahme gefunden haben, Zum Programm gehören auch Gedichte, Texte und Musik. Um 14 Uhr startet der Fahrradtross nach Lüdinghausen, wo der erste Tag am Abend mit einer Kundgebung ausklingt. Am folgenden Tag starten die Fahrraddemonstranten um 10 Uhr in Lüdinghausen und fahren über Senden nach Münster, wo am Nachmittag mit den Gruppen aus Gronau, Emsdetten, Oelde und Osnabrück eine große gemeinsame Abschlusskundgebung stattfindet.

„Wir wollen mit dieser Aktion der unerträglichen Lage der Menschen gedenken, die auf der Flucht sind, die im Mittelmeer ertrunken sind und weiter ertrinken, die in elenden Unterbringungsbehelfen an den EU-Außengrenzen dahinvegetieren“, heißt es in einer Erklärung der Vorbereitungsgruppe.


Aufruf Fahrraddemo "Ziel: Sicherer Hafen Münsterland! Brücken bauen! Hafen werden! Leben retten!"

Am 10.12.2012 hat die Europäische Union den Friedensnobelpreis erhalten - wenn das mal nicht eine Anerkennung für Jahrzehnte Frieden, Demokratie oder offene Grenzen ist. Doch was ist er wert, wenn täglich in der EU Geflüchtete auf der Suche nach Schutz und Asyl bedroht, gewaltsam zurückgedrängt oder diskriminiert werden? Was ist er wert, wenn unsere Regierung täglich wegschaut, Geschäfte mit Rüstungskonzernen abschließt und sich noch dafür feiert, wenn mal etwas über 1.000 Menschen aufgenommen werden? Was ist er wert, wenn in den lokalen Sammelunterkünften Menschen eingesperrt werden, sich kaum privat bewegen dürfen, keine Privatsphäre haben und ständig mit der Angst leben müssen abgeschoben zu werden und wieder in die Situation zurückgeschickt werden aus der sie geflohen sind? Und was ist er wert, wenn sich Kommunen nicht mit Geflüchteten solidarisieren und deren Aufnahme verweigern? Nichts ist er wert! Daher heißt es raus auf die Straße zum Protest, denn im September sind Bundestagswahlen!!! Wir setzen uns dafür ein, dass endlich ein Richtungswechsel im Bund stattfindet, sich die Flüchtlings- und Migrationspolitik ändert und der/die zukünftige Innenminister*in nicht durch die CDU/CSU besetzt wird.

Wer organisiert den Protest? Im Dezember 2020 haben sich Seebrücken

aus dem Münsterland & Osnabrück, der Asylkreis Haltern, die Friedensfreunde sowie Einzelpersonen aus Drensteinfurt miteinander vernetzt und wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir die Thematik gemeinsam in den kleineren Gemeinden einbringen und die Menschen vor Ort erreichen können. Dabei sind die Städte: Ahaus, Gronau, Hörstel, Recke, Ibbenbüren, Osnabrück, Emsdetten, Lüdinghausen, Dülmen, Coesfeld, Nordkirchen, Rosendahl, Billerbeck, Nottuln, Nordkirchen, Haltern, Senden, Drensteinfurt, Oelde, Beelen, Warendorf, Telgte & Münster Wie wird protestiert? Am ersten Juni-Wochenende wird im gesamten Münsterland & Osnabrück eine Fahrraddemo unter dem Motto "Ziel: Sicherer Hafen Münsterland! Brücken bauen! Hafen werden! Leben retten!" stattfinden. Zudem werden wir in Orange, der Farbe der Seenotrettung, auftreten. Mit Fahnen, Rettungswesten, Bannern, Rede- und Musikbeiträgen setzen wir ein Zeichen für Menschenrechte an den europäischen Außengrenzen. Unser Ziel? Die Aktion stellt einen sichtbaren und lauten Protest gegen den politischen Kurs der Bundesregierung und der EU an den europäischen Außengrenzen dar. Sie setzt gleichzeitig auch ein Zeichen in den Kommunen, in welchen entsprechende Anträge sich zum Sicheren Hafen zu erklären, bislang abgelehnt wurden.



Bildergalerie

Bildergalerie: Nils Müller

video

Die zahlreichen Namen der im Mittelmeer Ertrunkenen konnten die Teilnehmer am Aktionstag Seebrücke auf einer 40 Meter langen Liste in der Halterner Sixtus Kirche ansehen. Eine Fahrradtour nach Dülmen und Lüdinghausen schloss sich an.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0